Projekt Makassar - Manado
Marc, Jonas & Fix mit dem Fahrrad unterwegs in Indonesien
19. Januar 2011 - Wir sind wieder unterwegs, wieder mit dem Velo.
Diesmal zieht es uns nach Osten, nach Indonesien auf die Insel Sulawesi. Indonesien besteht aus mehr als 17'000 Inseln,
Sulawesi ist beinahe 5 mal so grosss wie die Schweiz und hat einiges zu bieten. Sandstrände, Korallenriffe,
Dschungel und bis zu 3500m hohe Berge. Das verspricht doch zu einer abwechslungsreichen Veloreise zu werden.
Knapp 6 Wochen sind wir unterwegs. Gestartet wird in Makassar (Ujung Pandang). Von dort fahren wir in nördlicher Richtung weiter.
Am Ende sollten wir in Manado, am nordöstlichen Zipfel von Sulawesi das Flugzeug für die Rückreise betreten.
Diesmal sind wir zu dritt unterwegs. Ganz zu Beginn treffen wir in Makassar auf Fix, einen Freund, der bereits seit Mai 2011 auf Reise ist.(Link Adifix)
Unsere Route:
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Unterwegs in Indonesien, Bericht 1, Update: 23.01.2012
Nach einer langen Flugreise mit 2 Mal umsteigen sind wir am 21. Januar um 0200 Uhr morgens auf Sulawesi in Makassar angekommen.
Der Flughafen befindet sich ca. 20km ausserhalb der Stadt. Deshalb startete unsere erste Etappe in der Nacht.
Nach kurzer Fahrt durften wir dann den ersten sinnflutartigen Regen erleben. Wir warteten ab und fuhren das letzte Stück im Nieselregen.
Im Morgengrauen trafen wir in der Stadt ein und suchten das Hotel, in dem Felix die Nacht verbracht hat.
Wir sagten kurz Hallo und legten uns gleich hin, um unser Schlafmanko abzubauen. Wir verpassten nicht viel, da es sowieso den Tag durch nur regnete.
Am 22. starteten wir dann unsere Veloreise zu dritt. Wir wollten eigentlich auf dem Highway losfahren,
doch bereits bei der ersten Zahlstelle zeigt uns die Polizei höfflich eine "Kantons"strasse.
So fahren wir nun mehr oder weniger dem Meer entlang Richtung Norden. Zwischendurch zweigen wir auf Quartierstrassen ab.
So haben wir heute einen Mann in den Palmen oben herumkraxeln sehen, der Kokosnuesse herunterhackte.
Prompt wurden wir eingeladen diese Koestlichkeit zu geniessen.
Kokosnusspause
Obwohl am ersten Tag nur Regen fiel, holten wir uns auf der ersten Veloetappe bereits einen Sonnenbrand.
Die Kommunikation mit den Leuten gestaltet sich als schwierig.
Sie sprechen kein Englisch und wir bringen nur einzelne Happen LonelyPlanet-Indonesisch auf die Reihe. Da muessen wir noch dazulernen.
Wir befinden uns nun in ParePare, ca. 125 km noerdlich vom Startpunkt.
Weiter gehts durch die Berge.
Reisfeld mit Bauern
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Unterwegs in Indonesien, Bericht 2, Update: 29.01.2012
Von ParePare geht es weiter über Enrekang und Makale nach Rantepao, wo wir 2 Tage verbringen.
Die Strasse führt stetig bergauf und die Landschaft wird immer gebirgiger.
Gebirgige Landschaft
Während wir in der tieferen Region noch Maisanbau bis in die steilsten Hänge beobachten können,
bauen sie im Hochland praktisch nur noch Reis an, sowie ein Getreide, das wir nicht kennen. Entsprechend ist die Landschaft mit Reisterrassen übersäht.
Diese werden von gemütlichen Wasserbüffeln durchwatet. Neben jedem Haus steht ein Reisspeicher, welchen die Leute mit Holzschnitzereien verziehren.
Mit holzschnitzereien verzierte Reisspeicher
Hier fahren bereits die kleinsten Kinder mit einem Töffli herum. Seit Makale wissen wir auch, wie sie auf den Geschmack gebracht werden.
Ein Töff-Hersteller hat dazu eine Promotion organisiert. Dabei fuhr einer mit einem Töff herum und machte verschiedene Kunststücke.
Am Schluss zeigten sie sogar vor, wie man zu viert auf einem Toeffli herumfahren kann.
In Rantepao erspähten wir dann die allerersten westlichen Touristen dieser Reise.
Die Stadt liegt in einem touristischen Gebiet (Tana Toraja), wo praktisch alle Touristen durchgehen.
Eine Sehenswuerdigkeit in diesem Gebiet stellt ein Höhlengrab dar. In diesem Grab werden die verstorbenen Mitglieder eines Clans in Särgen in die Hoehle gestellt.
Weil einzelne Särge bereits vermodert sind, liegen zahlreiche Totenköpfe und Gebeine herum. Je höher der soziale Status der Person,
desto weiter oben kommt man in die Höhle und desto mehr Wasserbueffel werden geopfert.
Bei sehr hochrangigen Personen bis zu 200 Tiere. Das Fleisch wird dann in der Dorfgemeinschaft verteilt.
Die lokalen Leute haben keine Probleme mit der touristischen Vermarktung der Höhle. Entsprechend darf man Fotos schiessen.
Und anscheinend nehmen es die Einheimischen auch nicht so genau mit den Opfergaben. Oft liegt auch Abfall herum.
Wasserbueffel schmeckt übrigens ausgezeichnet.
Reisfelder
Nach Rantepao fuhren wir auf einer Nebenstrasse weiter. Diese führte uns durch eine wunderschöne, gebirgige Dschungellandschaft.
Die Strecke war gesaeumt von idyllischen Dörfern mit ihren riesigen Reisterrassen und den Wasserbüffeln. Nach der Passhöhe rasten wir 1500 Höhenmeter eine schmale und kurvenreiche Strasse bis zum Meer hinab.
Diese Seite des Passes ist dicht bewaldet, richtig dichter Dschungel.
Unsere Tagesziele sind immer schwer zu erreichen. Wir unterschätzen die Strecken, da unsere Landkarte nicht stimmt.
Der Verkehr auf den Strassen ist angenehm. Und die zahlreichen Töfflis auf den Strassen sind sowieso unsere Fans. Wir werden des öftern angefragt,
ob die Leute mit uns ein Foto machen dürfen. Dann zuecken sie ihr Handy hervor.
Rast vor der Abfahrt
Nun steht kurz eine Ebene vor uns, bevor es dann nochmals in die Berge geht...
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Unterwegs in Indonesien, Bericht 3, Update: 09.02.2012
Die Ebene um Makale haben wir schnell hinter uns gebracht.
Dabei dürfen wir an einem hübschen Ort am Flussufer campieren.
Die anschliessende Bergetappe hat es dafür in sich.
Die Strasse führt in endlosen Windungen und Abfahrten über ein Gebirgsmassiv.
Immer wieder denken wir auf dem hüchsten Punkt zu sein und freuen uns über eine Abfahrt.
Diese dauern meistens aber nur kurz an und schon kurz darauf beginnt wieder eine endlose Kurvenstrasse hinauf.
Sie bauen hier die Strassen praktisch ohne Brücken, entsprechend schlängelt sich der Weg dem furchigen Gelände entlang.
Irgendwann erreichen wir so etwas wie die Passhöhe.
Dort oben erwartet uns dann ein Regenschauer der sich am Ende der Abfahrt in einen stürmischen Regen steigert.
Wir gönnen uns dann eine Herberge in der Nähe des Lake Poso.
Lake Poso
Dort merken wir, dass wir schleunigst wieder Geld brauchen.
Also besuchen wir die ortsansässige Bank und wollen Geld abheben. Doch treffen wir dort auf keinen ATM und Dollar wollen sie auch nicht wechseln.
Sie verweisen uns in die nächst Gelegene statt - 55 km entfernt. Was sollen wir machen? Darum spielen, wer die Strecke ohne Wasser zurücklegen soll?
Dauert zu lange und wir kennen nun die hügeligen Strassen etwas besser. Also suchen wir im Dorf jemanden, der uns sein Töff auslehnt.
Fuer Fix und Marc gibts dann eine 4.5h-Töfffahrt um Geld zu beschaffen. Mit den letzten 90 Rp. kaufen wir uns noch das Benzin dafuer.
Die Benzinanzeige bei Erreichen der Bank steht dann wieder auf "Empty". Das ganze Unternehmen war eher anstrengend und wir wurden uns wieder bewusst,
wie angenehm es ist, mit dem Velo in der Landschaft herumfahren zu können.
Während dem ist Jonas von Einheimischen zu einem Hahnenkampf-Treffen eingeladen worden.
Den beiden Hähnen wird dabei ein 7cm langes Messer an den Fuss geschnallt. Sie kämpfen bis einer tot liegen bleibt.
Nachdem wir eine Nacht am Strand des Sees campierten, führt uns die anschliessende Strecke in ein sehr abgelegenes Gebiet.
Während 3 Tagen mühen wir uns zuerst auf einer Schotterpiste, stossend über ein Gebirgsmassiv in eine Hochebene mit wenigen Dörfern.
Hochebene um Gintu
Der Weg ist so steil, dass wir meistens am stossen sind. Und in den Abfahrten bringen wir beinahe die Bremsen zum Glühen.
Von der Hochebene geht dann eine "sonstige Strasse" (Definition auf unserer Landkarte) durch ein Dschungelgebiet wieder in die Zivilisation
nach Palu zurück. Diese "sonstige Strasse" erweist sich dann als Pfad, ähnlich eines Singel-Trails,
der die Herzen eines Mountainbikers höher schlagen lässt. In der Schweiz wäre es ein besserer Wanderweg.
Hier ist es die Hauptverbindung der dortigen Dörfer und wird mit dem Toeff befahren. Mit dem Velo machen wir 25 km am Tag. Mehr liegt nicht drin.
Einmal hoeren wir ein lautes Krachen und Wumm-Geräusch. Wir fahren 5 Minuten weiter und vor uns liegt ein 2,5m-Durchmesser-Baum quer über dem Pfad.
Also absteigen, Gepäck und Velo hinübertragen. Für uns nicht weiter ein Problem, aber für die ankommenden Töffs ein grosses.
Diese beginnen sogleich mit ihren Macheten einen Umweg um den Baum in den Dschungel zu schlagen.
In den Dörfern, welche wir auf dieser Strecke durchfahren sind wir jeweils das Hauptereignis des Jahres, so scheint es uns.
Kaum sind wir im Dorf, umringt uns eine Schar Kinder. Diese bleibt dann die ganze Zeit bei uns,
beobachtet und folgt uns Schritt auf Tritt. Irgendwann kommen dann noch die Erwachsenen und machen das Gleiche. So stellen wir das Zelt auf,
gehen beim Kiosk einkaufen, waschen uns im Fluss, kochen das Abendessen. Und sogar beim Essen bleiben wir umringt.
Das Essen müssen wir uns seit einiger Zeit immer auf dem Feuer zubereiten, da beim Benzinkocher ein Teil abgebrochen ist und nicht mehr verwendet
werden kann.
Nun sind wir in Palu, einer grösseren Stadt in der Mitte der Insel und verköstigen uns mit frischem Fisch aus dem Meer und feinem Avokadosaft.
Felix kümmert sich um die Verlängerung seines Visums.
Dschungelpfad
Jonas und Marc haben sich auf die Suche nach Sonnencreme gemacht und sind nach unzähligen Apothekbesuchen und Einkaufsläden doch noch fündig geworden.
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Unterwegs in Indonesien, Bericht 4, Update: 23.02.2012
Von Palu aus fuhren wir einen Meeresarm entlang zu einem Tauchstrand. Dort gönnten wir uns einen Schnorcheltag direkt am Hausriff,
keine 10m vom Strand entfernt. Vor Ort versuchten wir eine Überfahrt auf die andere Meeresarmseite zu organisieren, was uns einen ganzen Fahrtag sparen würde.
Bei einem Tauchresort wurden wir fündig.
Der Resortleiter, ein Deutscher, anerbot uns auf die andere Seite zu schiffen,
wenn wir ihm als Gegenleisten behilflich sind, bei einem Katzen-Einfang-und-Umsiedelungs-Projekt.
Im Resort hausen sehr viele Katzen. Um diese Plage etwas zu reduzieren, wollte der Resortleiter diese einfangen und an den gegenüberliegenden Strand verfrachten,
um sie dort auszusetzen. Also machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück daran mit Fischernetz, Kisten und Handschuhen, die Katzen einzufangen,
was bei diesen halbwilden Tieren nicht ganz einfach war. Schlussendlich landeten doch 11 Katzen in der Umsiedelungskiste.
Auf der anderen Seite verlief die Reise weiter bis hoch zum Äquator. Wir versuchten möglichst auf dem Breitengrad 0 zu übernachten und fanden einen Platz,
keine 3 Meter vom spiegelglatten Meer entfernt.
Aequatorialer Sonnenaufgang
Aus zeitlichen Gründen sind wir danach auf einen Bus umgestiegen, der uns bis in den Norden, nach Gorontalo fuhr.
Dies war, ähnlich wie in Afrika, eine Erlebnisfahrt über 17 Stunden. Der Bus hatte ein selbst geschweisstes und mit Eisenstangen verstärktes Dach, auf das sie sämtliches Gepäck banden. Neben unseren Velos befand sich der ganze Hausrat eines Indonesiers darauf, der vom Süden in den Norden der Insel zügelte. Natürlich war nicht nur das Dach beladen, auch im Innern des Buses fanden sich unzählige Gepäckstücke, so dass nicht alle einen Sitzplatz vorfanden. Dazu wurden noch Hühner und Früchte transportiert. Neben dem Fahrer befanden sich noch 3 Springer im Bus. Diese mussten jeweils in den Steigungen, welche der Bus nur knapp meisterte, das Fahrzeug anschieben und bereit sein, die Räder mit Steinen zu hinterlegen, um zu verhindern, dass der Bus zurückrollte.
Mitten in der Nacht fuhren wir auf eine stehende Autokolonne auf. Bald schon erfuhren wir,
dass wieder ein umgestürzter Baum die Fahrbahn versperrte. Nach einigem Ästebrechen und Herumrücken mit einem Lastwagen,
war eine schmale Gasse frei und die Fahrt konnte weitergehen. Beim mitternächtlichen Abendessen durften wir erleben,
dass auch die Indonesier nicht alle gekochte Eier vertragen.
In Gorontalo fanden wir eine Pizzeria. Diese war aber noch geschlossen, die Eroeffnung waere eine Woche spaeter.
Doch nach einem genuesslichen Blick auf die Speisekarte und einem kleinen Schwatz mit dem Chef des Restaurants,
erklaerte sich dieser einverstanden, uns ein Probeessen zu kochen. Wir verabredeten uns auf 1700 Uhr.
Als wir eintrafen, sind wir von ca. 15 Angestellten empfangen worden, welche uns dreien ein Privat-Essen veranstalteten. Leider,
so meinten sie, haetten sie nur gerade Pizza und Pasta im Angebot. Was uns nicht weiter stoerte...
Von Gorontalo aus gings weiter per Velo auf einer reizvollen Küstenstrasse.
Diese folgte den unzähligen Buchten und Hügeln entlang des Meeres. Was für uns nicht unbedingt angenehm zu fahren war.
Die Nächte verbrachten wir direkt am Strand unter Kokospalmen.
Für das Frühstück kletterten die Einheimischen jeweils auf die Palmen und brachten uns frische Kokosnüsse.
Auch uns packte natürlich der Ehrgeiz, eine solche Palme hinaufzuklettern, mussten aber nach einigen Versuchen einsehen, dass wir etwas mehr Technik-,
Ausdauer- und Krafttraining bräuchten, zumal die ganze Kletterei dann noch mit einer Machete in der Hand gemeistert wird.
Kuestenstrasse
Lagerplatz unter Palmen
Über Kotamobagu, das in einem sehr fruchtbaren Hochtal liegt, verlief die Reise hinüber auf die Nordseite der Insel. Dort bestiegen wir wieder Fahrzeuge, die uns nach Tomohon führten. 2 Abschnitte machten wir mit einer Art Taxi. Für die Fahrer war es keine Sache, dass wir noch 3 Velos mitnehmen mussten. Diese wurden kurzerhand, stehend oder liegend, aufs Dach gebunden.
Die letzte Woche unserer Reise wohnen wir nun bei Nina, einer Schweizerin, welche hier in Tomohon arbeitet.
So dürfen die Annehmlichkeiten eines Hauses mit Küche geniessen.
Die letzten Tage unterwegs
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Unterwegs in Indonesien, Bericht 5, Update: 07.03.2012
Die ersten Tage in Tomohon brauchen wir unter anderem um unsere Ausrüstung wieder auf Vordermann zu bringen.
Die Kleider werden gründlich in einer Waschmaschine gewaschen und das restliche Material wird geputzt und getrocknet.
Von der Stadt aus machen wir dann 2 Erkundungstrips. Auf einen aktuell aktiven Vulkan, von dem ständig Rauchwolken aufsteigen,
wurde uns im Vulkanzentrum abgeraten. Stattdessen bestiegen wir den kleinen Vulkan Muhawu, von dem aus der Grosse ganz gut zu beobachten ist.
Der Muhawu ist ein Vulkan wie man ihn sich vorstellt - ein runder Krater mit Schlund. Es riecht nach Schwefel und der Kratersee sah etwas schlammig aus.
Wir hatten eine riesen Freude, als wir merkten, dass wir mit Schreien ein Echo zurückbekamen...
Der Vulkan Muhawu
Auf dem zweiten Erkundungstrip verliessen wir die Stadt nicht und besuchten den lokalen Markt.
Dieser ist jeden Samstag speziell belebt - sowohl das quantitative Angebot an Marktständen als auch die Ware, die angeboten wird.
Neben dem üblichen Angebot wie Gemüse, Früchte, Fisch, Reis, Gewürze usw. trafen wir auf ganz spezielle Marktstände...
Fruchtbares Vulkangebiet um Tomohon
Über die Region Tomohon wird gesagt, dass hier alles verspiesen wird, was vier Beine hat.
So fanden wir den Markt natürlich auch als Metzgerei vor. Schweine, Rinder, Güggeli wurden auf den Tischen angeboten,
dazwischen lächelten uns Rinder- oder Schweineköpfe an. Doch nicht genug: Auch Schlangen baten sie zum Verkauf an, sowie Hunde, Katzen, Ratten und Fledermäuse.
Die Hunde schlugen sie gleich vor Ort tot und sterilisierten sie mit dem Bunsenbrenner.
Überhaupt ist das Fleisch und sogar die Flügel der Fledermäuse direkt auf dem Feuer geschwärzt worden, wohl zur Haltbarmachung.
Ratten und Fledermäuse gabs direkt am Spiess zu kaufen.
Weitere zwei Tage verbrachten wir auf einer vorgelagerten Insel (Bunaken Island), welche für ihre Tauch- und Schnorchelgebiete bekannt ist.
Am ersten Tag mieteten wir uns eine Schnorchelausrüstung. Nach dem Hausriff vom Strand aus, fuhren wir mit dem Boot am Nachmittag zu einem vorgelagerten Riff.
Dort liess uns die Strömung gemütlich dem Riff entlang treiben. Am zweiten Tag wagten wir uns an einen "Intro-Dive" -
Unprofessionelle 5 Minuten Erklärung der Tauchausrüstung und dann ab ins Wasser.
Nach ein Paar Unterwasser-Übungen mit der Apparatur gings gleich los auf unseren ersten Tauchgang in ca. 7 Meter tiefe.
Beim zweiten Tauchgang sanken wir bis auf 17 Meter ab und liessen uns entlang eines Riffs treiben. Dabei trafen wir auf einen Hai und Meeresschildkröten.
Mit dem Schiff nach Bunaken Island
Die Tage waren gezählt und bald schon mussten wir unsere letzte Velostrecke in Angriff nehmen.
Jene zum Flughafen von Manado. Von Tomohon aus in 1,5 Stunden zu erreichen. Anstatt bei strahlendem Sonnenschein durften wir im strömenden Regen fahren.
Zum Glück verrechnete uns die Fluggesellschaft keine Übergewicht...
Die Reise war abwechslungsreich. Sandstrände, Korallenriffs, Dschungel und hohe Berge durften wir alles erleben.
Auf einer Insel, die den Tourismus nur an wenigen Orten kennt. Entsprechend ohne die touristische Infrastruktur.
Das macht reisen spannend. Es war eine super Zeit. Und wie Fix in seinem Blogg meint: Wir hatten eine absolut geile Velotour zusammen!!